illustrierte
vierteljahreshefte für angewandte filmkunst

 

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Foto © Tomasz Opasinski

In fremden Köpfen
Ein Editor soll die Vision des Regisseurs umsetzen. Oder einfach einen guten Film machen, sagt Chris Lebenzon. Das meint er gar nicht so böse.
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Passionslichtspiele
Mel Gibson läßt es gerne krachen, kennt man ja. Was ihm allerdings zur ­Ostergeschichte einfiel, verstörte dann doch…
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Bildgeschichten
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Portfolio

Bildgeschichten

Text Peter Hartig | Illustrationen Tomasz Opasinski

 



Der Anfang in der Neuen Welt war nicht leicht. »Ich kam aus einem anderen Land, konnte gerade mal 20 Wörter Englisch, und alles war so völlig anders hier – von der Kultur bis zur Architektur«, erzählt Tomasz Opasinski. Da war er gerade mal 27 Jahre alt. Aber: Er hatte in Polen seine Ausbildung zum Computerdesigner mit Auszeichnung abgeschlossen, einige Jahre Berufserfahrung gesammelt, ein paar Preise gewonnen und für eine der größten polnischen Werbefirmen Kampagnen gestaltet. Alles schien möglich.

Zum Beispiel Australien – »Fragen Sie mich nicht, warum.« Die Sache mit dem Visum zog sich allerdings endlos hin, Opasinski wechselte die Richtung. Nicht zum ersten Mal. Denn eigentlich hatte er mal Navigator werden wollen. Er hatte sogar die Binnenschiffahrtsschule abgeschlossen, auch das mit Auszeichnung, als er für die weitere Ausbildung abgelehnt wurde – wegen Kurzsichtigkeit.

Was lag da also näher als Grafikdesign? Für Tomasz Opasinski war es ein Glück. Heute ist er ein gefragter und vielbeschäftigter Künstler, wenn es darum geht, Filme zu verkaufen. Obwohl er den Begriff Künstler selbst nicht verwenden würde. Für das, was er nach Feierabend für sich tut, vielleicht, meint er. Aber die meiste Zeit mache er Werbung in der Unterhaltungsindustrie.

Die Zurückhaltung kann er sich leisten. An weit über 300 Kampagnen hat er in den neun Jahren mitgearbeitet, dreieinhalb pro Monat. Wobei »Kampagne« nicht einfach ein Filmplakat bedeutet, sondern unzählige Entwürfe. »Manchmal beginnt die Agentur schon ein Jahr vor der offiziellen Premiere mit der Arbeit«, erklärt der Grafiker. »Dann kann es vorkommen, daß wir 300 bis 400 Versionen für die meisten Filme entwerfen, von denen wir ein oder zwei auswählen, um die ganze Kampagne vorzustellen, mit der der Film verkauft werden soll.«

 


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