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Film-Künstler Über den Horizont Straight Flush! Kamerafest Das etwas andere Filmkollektiv |
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Das wahre Leben Arbeitsszenen Eigentlich könnten doch Filmemacher ihre Werke prima selber vermarkten. Das Internet bietet schließlich alle Möglichkeiten dafür… Tun sie ja auch. Text Christoph Brandl
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Für Filmemacher wären das paradiesische Zustände: eine Internet-Plattform, auf der sie ihre Filme selbst vermarkten können; auf der ihr Werk von Menschen auf der ganzen Welt gestreamt oder gekauft werden kann, zu einem Preis, den sie, die Rechteinhaber, selbst festlegen; auf der sie sogar entscheiden können, ihren Film umsonst zu vergeben, wenn das erforderlich sein sollte. Ohne eine DVD zu verschicken, können sie sich so bei Festivals oder neuen Auftraggebern bewerben. Natürlich gibt es keine Werbung auf dieser Plattform, die den Käufer ablenkt und den Streaming- oder Kaufgenuß schmälert. Der Videoplayer der Site hat nichts mit Youtube zu tun und ist genau wie die Site selbst multilingual, somit leicht verständlich für all die vielen Distributoren und Liebhaber von Filmen und Dokumentationen im nahen und fernen Ausland. Zudem befindet sich die Site im Besitz Mehrerer, damit ihr das gleiche Schicksal wie das der internationalen Filmdatenbank IMDb oder auch das von Youtube erspart bleibt. Beide Anbieter wurden nach ihrem weltweiten Erfolg von einem der Big Player gekauft – erstere von Amazon, letztere von Google. Idealerweise halten also Filmemacher die Anteile an der Plattform selbst in Händen, die ihnen ein Mitspracherecht und bei dem zu erwartenden Riesenerfolg das Recht einräumt, an den Gewinnen teilzuhaben. Das wär's doch. Diese Plattform gibt es. Um genau zu sein, gibt es sie bereits seit mehr als zwölf Jahren. […] Ironischerweise war es eine intensiv von Film- und Software-Piraten benutzte Software namens Bit Torrent, die die ruhende Online Film AG wieder zum Leben erwecken sollte. Mit dieser Software lassen sich sogenannte Peer-to-Peer-Netzwerke aufbauen, die das Tauschen größerer Datenmengen ohne signifikante Kosten für die Tauschenden möglich macht. Cay Wesnigk: »Die neue Technik erreichte zweierlei. Zum einen bedrohte sie durch ihre illegale Nutzung die Filmindustrie und auch unabhängige Filmemacher und Produzenten. Gleichzeitig entstand hierdurch eine neue technische Möglichkeit, die Filme effektiv und kostengünstig über ein Server-Netzwerk zu verteilen, ohne daß die hohen Kosten für den erzeugten Datenverkehr beim Anbieter zu Buche schlagen. Dieses wollten auch wir uns zu Nutzen machen.«
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