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Film-Künstler Über den Horizont Straight Flush! Kamerafest Das etwas andere Filmkollektiv |
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Produktion Auf Entdeckungsfahrt Action und Animation, Science-Fiction und Fantasy – bildgewaltige Spektakel setzen gerne auf die dritte Dimension. Jetzt setzt Detlev Buck eins drauf: »Die Vermessung der Welt« ist das erste Spieldrama, das stereoskopisch gedreht wurde. Text Peter Hartig | Fotos Anne Wilk
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Leser wie Kritiker waren im Herbst 2005 gleichermaßen begeistert: Mit »Die Vermessung der Welt« hatte der damals 30jährige Daniel Kehlmann eine fiktive Doppelbiografie zweier realer Figuren ersonnen: Zur gleichen Zeit machten sich Anfang des 19. Jahrhunderts zwei Wissenschaftler daran, die Welt zu erklären, jeder auf seine Weise: Alexander von Humboldt (1769-1859) reiste durch Südamerika und erforschte den fernen Kontinent, Carl Friedrich Gauß (1777-1855) blieb daheim in Göttingen und suchte nach den mathemati-schen Regeln, die alles beschreiben. »Subtil, intelligent und witzig«, fand das die »FAZ«. Klar, daß da nur einer für die Leinwandadaption in Frage kam: Kehlmann schrieb selbst das Drehbuch für die Verfilmung, das er dann mit Regisseur Detlev Buck bearbeitete. Was eh schon ein Wagnis war, wurde durch eine späte Entscheidung noch größer: Dreidimensional sollte die Welt für die Leinwand vermessen werden. Slawomir Idziak (»King Arthur«, »Gattaca«) sei da der »absolute Wunschkandidat« für die Bildgestaltung gewesen. Claus Boje und Detlev Buck hatten mit dem DoP schon an »Männerpension« und »Liebesluder« gearbeitet. Boje: »Slawomir arbeitet seit vielen Jahren in Hollywood und bringt deshalb die Erfahrung großer Sets mit. Vor allem aber hatte er gerade in Polen das Kriegsepos »1920 Bitwa Warszawska« über die Schlacht um Warschau in 3D umgesetzt. Er zeichnet sich durch eine unermüdliche Neu-gier auf alle technischen Weiterentwicklungen aus und setzte für den Film auch auf ungewöhnlichen Kameraeinsatz.« […] »3D ist technisch sehr kompliziert«, meint Idziak. Man braucht viel Geduld, viel mehr Personal. Die Kameras sind auch größer geworden, und es müssen immer zwei Kameras miteinander gekoppelt werden. Wir haben einerseits neue Freiheiten, neue Möglichkeiten, andererseits natürlich auch neue Probleme.« Der DoP verließ sich auf seine vertrau-ten Mitarbeiter: »Auch bei diesem Dreh hat sich unser System bewährt. Wir haben ein vergleichsweise schmales Budget – und das bei einem Kostümfilm. Es gibt nur 31 Drehtage – so wenig Zeit stand mir für einen Kinofilm noch nie zur Verfügung.« Zum Einsatz kamen vier verschiedene Kameratypen, erklärte Postproduction Stereographer Daniele Siragusano (»Wickie auf großer Fahrt«) im März beim 3D-Stereo-Forum in München: hauptsächlich Arris »Alexa« und Sonys »F3«, für ungewöhnliche Perspektiven eine Panasonic-Consumer-Kamera, und in Ecuador sogar eine kleine Action-Kamera von Go Pro. Die Arri- und Sony-Kameras hätten gut zusammengepaßt, obwohl sie mit unterschiedlichen Kodierungen arbeiten: Vor der Farbkorrektur wurden die in einen hauseigenen einheitlichen Log umgerechnet. […]
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