technik und gestaltung

Tolle Kamera – was kann man denn damit machen? Warum Filme aussehen, wie sie aussehen.


»Alle Kunst ist Erfahrung«, meint Alfred Hitchcock: »Es geht nicht um die Story, sondern was man damit macht. Und wie. Viele Leute achten nur auf den Inhalt und nicht darauf, was sie daran so bewegt.« Weise Worte des Regisseurs von der DVD »A Talk with Hitchcock«.

Wie wichtig ist der letzte Satz? Für Christian Petzold ist weniger manchmal mehr. Ein Gespräch des Onlinemagazins www.cine-fils.com mit dem Regisseur über Sprache, Kino, Geschichtenerzählen – und die Biografien hinter den Figuren.

 

Wenig Licht und ganz viel Schatten: »Der Pate« ist heute noch beeindruckend anzuschauen und brachte Gordon Willis den Spitznamen »The Prince of Darkness« ein. Der Kameramann spricht über seine Bildgestaltung, kommentiert von Kollegen  wie William Fraker und Michael Chapman.


Die Light-Version vom Light-Workshop: Mit dem DoP Michael Ballhaus hatte Alexander Kluge die »Minuten Filme« gedreht. In »Die sanfte Schminke des Lichts« wird eine sehr verschnupfte Hannelore Hoger durch den Kameramann ins richtige Licht gerückt.

Vom »Oscar« haben die meisten schon gehört. Daß es den auch für Filmtechnik gibt, wissen nicht so viele. Schade eigentlich, denn da schneiden deutsche Tüftler oft gut ab. 2008 sogar doppelt: Die Maschinen von Ottec in Hannover können ganz schön Nebel machen. Und die Münchner Scanline kann mit ihrer Software »Flowline« im Rechner Naturgewalten wie Wasser, Wind und Feuer so echt erzeugen, daß selbst »Harry Potter« schon der Mantel flatterte.

Jetzt bloß nicht hinsehen! Oder doch? Der Blick in die Kamera kann durchaus ein Gestaltungselement in der filmischen Erzählung sein. Arte erklärte es im Januar 2010 in »Metropolis«.

Welche Kamera hätten Sie denn gern? Egal, Hauptsache Arri, die haben ja auch den kleinen Film gedreht, in dem die DoP Jost Vacano und Franz Rath im August 2004 in der Kulisse von »Das Boot« sitzen und mit der »Arriflex« spielen.

Sieht aus wie ein Comic, will aber mal ein Film werden, wenn es groß ist: Wie mit dem Storyboard sie Erzählung in Bildern vorbereitet wird erklärt das Beispiel von »The Sixth Sense« von M. Night Shyamalan (USA 1999).